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Tschechien – Bericht bei Frederik
Nach userem Livebericht hier auf ageek.de gibt es nun auch einen Nachbericht über unsere Tschechien-Tour bei keonex.de zu lesen. Der Bericht ist zwar noch nicht vollständing wird es aber in den nächsten Tagen sicherlich werden. Tag 1 und Tag 2 sind aber bereits online.
Tschechien – Die Bilder
Die Tour war einfach genial! Wir hatten eine Menge Spass, haben wundervolle Landschaften gesehen, sind an unsere Grenzen gegangen, haben neue Erfahrungen gesammelt und werden sicherlich irgendwann eine zweite Tour zusammen durchstehen.
Heute habe ich aber erstmal die Bilder der Tour sortiert, hochgeladen und mit Titeln versehen:
Tschechien – Tag 7
Nachdem die eigentliche Tour durch das Riesengebirge gestern quasi abgeschlossen war haben wir heute noch einen Tag in Prag verbracht. Das bedeutet shopping und sight-seeing in Reinform. Wir begeben uns gegen 10:30 in die Innenstadt und frühstücken zunächst. Anschließend klappern wir sämtliche Outdoor- und Sportgeschäfte ab die Prag zu bieten hat. Auf der Suche nach diesen bekommen wir auch viele andere Geschäfte und Sehenswürdigkeiten zu Gesicht.
Als wir später zum Hostel zurück gehen um einige Dinge abzustellen ist es bereits dunkel und es hat angefangen zu scheien. Jetzt, einenen Tag vor unserem Rückflug, schneit es…
Der Schnee und die Dunkelheit bieten einige tolle Ausblicke und wir beschließen noch einmal los zu gehen um Prag bei Nacht zu fotografieren. Nach diesem zweiten Rundgang durch Prag sind wir ziemlich erschöpft und fallen ein letztes Mal in Tschechien in die Betten.
Tschechien – Tag 6
Das Wasser im Boiler ist ueber Nacht heiss geworden und wir beginnen den Tag mit einer warmen Dusche. Dann packen wir unsere Rucksäcke, frühstücken und machen uns auf den Weg nach Vrchlabi. Nachdem wir gestern schon 800 Meter Höhenunterschied überwunden haben kommen heute nochmal 300 hinzu. Der Weg zum Bahnhof führt durch die Innenstadt vom Vrchlabi und wir fühlen uns anfangs etwas eingeengt und deplaziert zwischen den vielen Menschen und Autos. Es ist erstaunlich in welch kurzer Zeit man sich an die Einsamkeit und den Freiraum in der Natur gewöhnt.
Am Bahnhof stellen wir fest dass es keine direkte Verbindung nach Prag gibt und zudem der Fahrkartenschalter nicht besetzt ist. Darum versuchen wir unser Glück ein paar Meter weiter am Busbahnhof und entscheiden uns fuer einen direkten Bus nach Prag. Die Fahrzeit für die 140 km beträgt ca. 3 Stunden und wir bezahlen umgerechnet etwa 5 Euro pro Person. Die Fahrt nach Prag ist unspektakulär bis auf die Tatsache dass die Temperatur im Bus stetig sinkt. Da wir noch unsere Schnekoppen-Garnitur anhaben stört uns der Temperaturabfall jedoch nicht weiter.
Um in die Innenstadt vom Prag zu kommen müssen wir noch einige Stationen mit der Metro zurücklegen. Dort angekommen stellt Frederik fest, dass er sein Handy verloren hat. Alles suchen ist vergeblich, das Gerät ist weg.
In der Innenstadt nehmen wir uns ein kleines Zimmer in einem Hostel fuer ca. 25 Euro die Nacht. Etwas teurer als sonst aber dafür direkt am Weihnachtsmarkt. Mit einem kleinen Rundgang über selbigen lassen wir den Tag ausklingen.
Tschechien – Tag 5
Als wir um 07:30 aufwachen ist herliches Wetter. Die Sonne scheint und die Wolken im Tal liegen einige 100m unter uns. Wir sind uns sofort einig die Schneekoppe nocheinmal zu erklimmen um Fotos zu machen. Wir frühstücken, schmieren noch ein paar Brote für den Weg und brechen dann gegen 09:00 Uhr auf. Wir wählen einen kürzeren aber dafuer steileren Weg als am Tag zuvor. Mit den schweren Rucksäcken ist es allerdings schwierig auf dem eisigen Boden voran zu kommen und wir sparen kaum Zeit ein.
Oben angekommen haben wir eine wundervolle Aussicht auf das Riesengebirge und den Weg der hinter uns liegt. Ausserdem hat der eisige Wind vom Tag zuvor zentimeterdicke Eisschichen überall angelagert. Steine, Ketten, Gebaude usw., alles ist einseitig vereist.
Nachdem wir eine Menge Fotos gemacht haben steigen wir wieder hinab zur Pod Sniezka-Hütte.
Von dort machen wir uns auf den Weg zur Dvorska-Hütte, dem eigentlichen Tagesziel für heute. Sie liegt ca. 9km entfernt in süd-westlicher Richtung. Zum ersten mal seit Szrenica verlassen wir den Kamm des Riesengebirges. Der Weg führt vorbei an der Elbe-Quelle und bietet eine Menge einzigartiger Blicke auf die Landschaft des Riesengebirges.
Mit abnehmender Höhe werden Schnee und Eis weniger und wir kommen schneller ans Ziel als erwartet. So beschließen wir weitere 6km nach Strazne zu gehen wo einige Hütten verzeichnet sind. Wir kommen zum ersten Mal vor Sonnenuntergang an, bekommen jedoch in ca. 5 Hütten und Pensionen kein Zimmer. Darum gehen wir zwei weitere km zur Sestidomi-Hütte. Dort bekommen wir ein Zimmer incl. leckerem Abendessen und Frühstück fuer 24 Euro pro Person.
Bis zum Bahnhof von Vrchlabi sind es nun nur noch 7 km, darum werden wir versuchen es morgen schon wieder bis nach Prag zu schaffen um dort noch einen kompletten Tag vor unserer Abreise zu verbringen.
Tschechien – Tag 4
Der Wecker klingelt um 07:30 Uhr. Wir wollen relativ früh aufbrechen denn wir haben uns die Schneekoppe zum Tagesziel gemacht. Sie stellt mit 1600m den höchsten Berg im Riesengebirge dar. Zunächst wird aber gefrühestückt. Wir packen ein paar Brötchen und eine Kanne heisses Wasser fuer unterwegs ein. Gegen 09:00 Uhr brechen wir auf.
Das Wetter ist nicht besonders gut. In der Nacht hat es sich etwas abgekühlt und es ist immer noch stark windig. Der Schnee hat sich komplett in eine Eisfläche verwandelt und die Sicht berrägt nicht mehr als 50 Meter.
Wir schliddern die ersten 2,5km ohne Probleme bis zur Spindlerova-Hütte. Von dort geht es 200m in die Höhe zu unserer ersten Rast. Anschließend geht es einige Km durch dichtes, schulterhohes Nadelgewächs zur Pod Sniezka-Huette wo wir unsere zweite Pause machen. Erneut stärken wir uns mit Tütensuppe.
So gekräftigt machen wir uns bei -5 Grad und starkem Wind auf den Weg zum Gipfel der Schneekoppe. Das bedeutet wir müssen weitere 200 Höhenmeter überwinden.
Die Schneekoppe liegt leider komplett in Wolken weswegen die Aussicht schlecht ist. Immerhin bekommen wir aber eine komplett vereiste meteorologische Forschungsstation zu sehen. Die in der Karte verzeichnete Hütte ist jedoch nicht aufzufinden. So machen wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zurück zur Pod Sniezka-Hütte, und erreichen diese ca. 30 Min. später. Wir sind vom Eis komplett bedeckt, bekommen aber dennoch ein Zimmer mit Frühstück fuer 18 Euro pro Person.
Es gibt heisses Wasser von 18:00 – 21:00 Uhr. Diese Tatsache nutzen wir umgehend fuer eine heisse Dusche. Schließlich genießen wir noch ein Schnitzel zum Abendessen und begeben uns dann lagsam in die Betten.
Tschechien – Tag 3
Die Nacht in der Szrenica-Hütte ist relativ erholsam bis auf die Tatsache dass die Toiletten abgeschlossen sind. Am nächsten Morgen früstücken wir recht ordentlich und packen unsere Sachen für den nächsten Abschnitt. Das Ziel für heute ist die Martinovka-Hütte ca. 8km den Tschechisch-Polnischen Freundschaftsweg entlang.
Der Weg lässt sich bei dem herlichem Wetter ohne Probleme meistern. Gegen 13:30 machen wir Mittagspause und genießen Tütennudeln.
Nach der Mittagspause wird das Wetter etwas schlechter und extrem windig. Um 17:00 Uhr erreichen wir das geplante Ziel. Leider sind dort angeblich alle Zimmer belegt und wir müssen umdisponieren. Wir beschließen 1km zurück zu gehen und dann nochmal 2km bis zur Petrova-Hütte. Mitlerweile ist es dunkel und noch immer sehr windig. Wir stoppen in einem kleinen Holzverschlag und legen Sturmmasken und Stirnlampen an. So ausgerüstet erreichen wir die Hütte prolemlos und bekommen ein Zimmer. Zudem gibt es ein Weihnachtsbuffet incl. einer Flasche Sekt.
An dieser Stelle möchten wir uns für all die netten SMS bedanken die uns bisher erreicht haben, und wünschen allen Lesern frohe Weihnachten.
Tschechien – Tag 2
Nach einem guten Früstück brechen wir gegen 10:30 in Harachov auf. Das Ziel für heute ist Vorsecka Hütte 10 km entfert. Dazu kommen allerdings noch ca. 500 Höhenmeter.
Die ersten 300 Höhenmeter sind sehr steil und anstrengend, dafür werden wir jedoch mit ausreichend Schnee belohnt um auf Langlaufski weiterzulaufen. So gehen die nächsten Kilometer zügig voran und wir können gegen 16:00 Uhr einen herlichen Sonnenuntergang auf 1200m genießen.
Etwas später kommen wir jedoch vom geplanten Weg ab und folgen mit Stirnlampen, Karten, Kompass und GPS den Spuren eines Menschen der hoffentlich wusste wohin er wollte.
Tatsächlich erreichen wir lange Zeit später, und nachdem wir schon mit dem Gedanken gespielt haben unser Zelt aufzuschlagen, wieder einen Weg und kurz danach die Hütte. Diese ist jedoch geschlossen da offensichlich Feiertag in Tschechien ist. Wir beschließen nocheinmal die letzten Kräfte zu mobilisieren um die Grenze nach Polen zu überqueren und dort in der Szrenica-Hütte unterzukommen. Nach weiteren 1,5 Stunden haben wir diese erreicht. Wir kochen uns gerade noch eine Suppe und fallen dann äußerst erschöpft in die Betten.